User Experience im B2B-Umfeld – Mit dem Mix & Match Modul Produkte erleben

B2B-Kunden sind keine Menschen

… Dies könnte man bei der Betrachtung unzähliger B2B-Portale schnell schlussfolgern. Es ist auch kein Geheimnis, dass im Umfeld des B2B-E-Commerce das Nutzererlebnis (User Experience) und die hierzu zählende Benutzerfreundlichkeit (Usability) noch immer eine stark untergeordnete Rolle spielen. Zu hartnäckig hält sich bei vielen der Glaube, dass es auf geschäftlicher Ebene schnörkellos, nüchtern und faktenbasiert zugehen müsse. Es handelt sich schließlich um „Expertentools“, wobei die Kaufentscheidung vermeintlich ohnehin rein aus rationalen Gründen getroffen wird. Wieso sollten B2B-Kunden also ein Nutzungserlebnis benötigen bzw. ich als Unternehmen von diesem profitieren?

Ganz einfach. Weil auch B2B-Kunden Menschen sind. Dementsprechend handelt auch diese Zielgruppe subjektiv und emotionsgetrieben. Selbstverständlich unterscheidet sich das Kaufverhalten dieser Zielgruppe in einigen Aspekten signifikant von dem eines Endkunden (B2C). Dennoch führen die fortschreitende Digitalisierung und eine Generation, die mit mobiler Kommunikation und dem Internet aufgewachsen ist, dazu, dass die Erwartungshaltung an B2B-Portale wächst und sich nicht mehr von der an einen Endkunden-Shop unterscheidet.

Im Rahmen der #westaystrongKampagne haben wir mit der mbw Vertriebsges. mbH ein Feature implementiert, das hervorragend den Einfluss und Mehrwert von User Experience in einem B2B-Portal aufzeigt.

westaystrong-100daysforheroes

Obwohl zu einer guten User Experience auch zahlreiche Aspekte vor und nach der Nutzung eines Portals gehören, verdeutlicht dieses Shop-Element gut, warum UX-Design mehr als eine hübsche Spielerei ist und Einfluss auf das Kaufverhalten des Kunden nimmt.

Das Mix & Match Modul - Intension und Vorteile von UX- Design

Mit dem Mix & Match Modul erhält der User ein Tool an die Hand, mit dessen Hilfe er Produkte, die gerne zusammen gekauft werden bzw. in einer gewissen Abhängigkeit zu einander stehen, direkt in Kombination erleben und kaufen kann.
Hierfür wurde bei der mbw Vertriebsges. mbH ein kleines Sortiment an Plüschtieren ausgewählt. Mit mutmachenden Slogans veredelte Kleidungsstücke, die aktuell als Geschenke für die Helden der Corona-Krise sehr gefragt sind, können die niedlichen Tierchen bekleidet und als Kombinationsartikel gekauft werden. Dieses Feature greift dabei zahlreiche Aspekte auf, die man als Kunde beim Einkaufen im stationären Handel schätzt. Die Vorteile bzw. Effekte hiervon werden im Folgenden detaillierter betrachtet:

Mix & Match Modul MBW

Begrenzung des Sortiments:
Durch das Vorschlagen ausgewählter Produkte, die für eine Kombination infrage kommen, erfährt der User eine Art „Kundenberatung“. Diese nimmt ihm die Herausforderung ab, sich selbst Kombinationsmöglichkeiten überlegen zu müssen. Zudem lässt sich der User hierbei durch das Anbieten von Produkten aus verschiedenen Preissegmenten beeinflussen und zum Kauf höherpreisiger Artikel verführen, Stichwort Up-Selling.

Visualisierung der Produktkombination:
Die Visualisierung der Kombination zweier Produkte in einem Bild kommt zudem einer Art „Anprobe“ gleich. Es bleibt nicht bei der gedanklichen Vorstellung, wie die Produkte zusammen aussehen könnten, sondern kann direkt vom Kunden erlebt werden. Auch ein Vergleich mit anderen Kombinationsvarianten ist dadurch leichter möglich und unterstützt somit erheblich bei der Entscheidungsfindung.

Preisdarstellung:
Die Darstellung des Kombinationsartikels mit nur einem Preis erspart dem Kunden das Zusammenrechnen der Einzelpreise. Dies wäre nicht nur lästig und aufwendig, sondern auch hinsichtlich der Preiswahrnehmung negativer behaftet als ein „Set-Preis“. Grund hierfür ist, dass der zu errechnende Kombinationspreis, im Vergleich zum zuerst wahrgenommenen Einzelpreis, logischerweise wesentlich höher und somit „enttäuschend“/„ernüchternd“ ist.
Ein Preis, für zwei Artikel wirkt im Gegensatz dazu als weitaus besserer Deal, wobei der gefühlt günstigere Set-Preis sich nicht einmal von der Summe der Einzelprodukte unterscheiden muss.

Hierbei werden bewährte psychologische Effekte eingesetzt, die den Kunden im Kauf- und Entscheidungsprozess unterstützen und ihm ein positives Gefühl geben.

Modul-Konfiguration und Übertragbarkeit:

Technologisch betrachtet handelt es sich beim Mix & Match Feature um ein Rocket-CMS-Modul. In diesem werden die Artikelnummern der gewünschten Einzelprodukte gepickt/hinterlegt und Bilder für die kombinierten Artikel hinterlegt.
Der Kunde kann somit vollkommen autonom und ohne Entwicklungsaufwand Kombinationssortimente aufsetzen und diese frei auf Landingpages und Themenseiten platzieren.

Diese Implementierungslösung sorgt dafür, dass das Mix & Match Modul vielseitig einsetzbar ist und entsprechend divergierendsten Anforderungen individuell angepasst und erweitert werden kann.
Ganz gleich ob das Lauf-Outfit, bestehend aus Shirt und Hose, für den nächsten Firmenlauf konfiguriert werden soll oder Sie zeigen möchten wie die Felgen mit verschiedenen Nabendeckeln auf den Fahrzeugmodellen wirken, mit dem Mix & Match Modul stehen unseren Betreibern alle Möglichkeiten offen.

Mix & Match Modul Konfiguration